Projekt Baluo

Baluo ist 2008 vom gambisch-schweizerischen Ehepaar Foday und Martina Alig Ceesay im Andenken an Mohammadou Ceesay gegründet worden. Mohammadou starb 2008 im Alter von nur 21 Jahren beim Versuch nach Europa zu gelangen. Sein Schiff sank mit über 200 Personen an Bord auf dem Weg von Mauretanien nach Spanien. Mehr als 100 Personen kamen dabei ums Leben, darunter 25 Leute aus Fodays Heimatort Damphakunda.

Mamadou Ceesay

Mamadou Ceesay († 2008)

Das Projekt Baluo möchte eine Alternative zur Migration aufzeigen. Ziel von Baluo ist es, handwerkliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Gambia zu schaffen und so lokales Wissen und Können aufzubauen. Junge Menschen sollen ihren Lebensunterhalt in Gambia selbstständig bestreiten können und zur Entwicklung ihres Landes und dessen Gesellschaft vor Ort beitragen.

Baluo gründet deshalb kleine Handwerksbetriebe, begleitet sie in der Anfangsphase und führt sie wenn immer möglich in die Selbstständigkeit. Gleichzeitig möchte Baluo die Berufsausbildung direkt in diese selbsttragenden Handwerksbetriebe integrieren.

Ausgebildet werden die Lehrlinge dabei von gambischen Fachleuten, die ihr Wissen von älteren Familienmitgliedern erlernt und durch Austausche mit Schweizer Berufsleuten erweitert haben. Die Lehrlinge sollen nach ihrer Lehrzeit ihr Wissen wiederum einer jüngeren Generation zur Verfügung stellen und so für einen nachhaltigen Aufbau von lokalem Wissen und Können sorgen.

In seinen Betrieben will Baluo konsequent auf gute Qualitätsarbeit setzen und so eine Marktlücke in Gambia füllen. Um gute Handwerker anstellen und halten zu können, setzt Baluo auf eine gute Infrastruktur sowie das gemeinsame Aushandeln von fairen Anstellungsbedingungen. Gleichzeitig werden wenn immer möglich lokale Dienstleister und Händler berücksichtigt sowie einheimische Rohstoffe verwendet.

Baluo möchten eine Vorbildfunktion einnehmen und demonstrieren, was diesbezüglich mit einfachen Mitteln möglich ist.